Blogparade: If I Had Glass

Leser und Leserinnen meine Blogs kennen das Prinzip Blogparade oder Blog Carnival sicherlich schon. Ihr neuen Leser: In meinem Post bekommt Ihr noch einen kurzen Einblick zu meiner gestarteten und beendeten Blogparade „Zeigt her Eure Maschen!“.

Blogger-Kollege Gerhard Schröder hat in seinem Hight-Tech Fashion Blog WE wear SMART wear nun zur Blogparade „If I Had Glass“ aufgerufen. Daran beteilige ich mich doch sehr gerne.

Orangene gestrickte Haube zu sehen ist nur ein AUgenpaar und eine schwarze Brille

„With My Own Two Hands“ // flicrpicture by: Alana Elliott

If I Had Glasses – Googles Technikbrille

Der neuste heiße Shit aus den USA und unter den (Google-) Technik-Jüngern ist natürlich Google Glasses. Und ich gebe zu: Ich bin auch ein wenig neidisch, dass auch dieses Gerät, eine more then Augmented Reality Brille für mich auch sehr sexy klingt. Kann man doch alles mit dieser Brille machen. Ein kleiner Befehl und zack wird ein Bild aufgenommen. Schnell ein Video drehen? Kein Problem! Auch Videocalls, Informationen, Navigation und vieles Mehr werden einfach auf das Glas projiziert.

Ein kleines Video zeigt euch die Möglichkeiten, die diese Brille bietet:

Google Glasses und Stricken? Passt das?

Ich kann mir beim Stricken so eine Technik-Brille sehr gut vorstellen. Ich würde mich sogar direkt an den Rechner setzen und eine App schreiben wollen bei der man sich Strickanleitungen vorlesen oder anzeigen lassen kann. So stricke ich, sage „nächste Reihe“ und mir wird angezeigt wie ich in der nächsten Reihe Maschen zu- oder abnehmen muss. Klar, kann man immer und überall seine Zettel, Bücher und Zeitschriften mitnehmen, aber so sitze ich in der U-Bahn, hole mein Strickzeug raus und los geht’s.

In der englischen Anleitung steht YO? ein schneller Blick auf YouTube und der Maschenumschlag wird einem noch einmal gezeigt. So kann man sein Gestricktes direkt mit dem Video noch einmal vergleichen und muss nicht immer wieder an den Rechner oder ans Smartphone. Wie oft denke ich mir: Mist! Machen wir halt den Rechner nochmal an.

Ich kann mir auch ein Google+ Hangout (Video Call) sehr gut vorstellen. So kann man zum Beispiel selber Strick-Nachhilfe geben. Andere, die unser schönes Hobby erlernen wollen können sich das dann direkt aus Eurer Sicht angucken. Durch die Video-Aufnahme Funktion lässt sich das Gezeigte dann auch speichern und in den eigenen YouTube Kanal hochladen.

Ist das Projekt beendet so gebt Ihr schnell einen Befehl, dass die Brille von Eurem Strickwerk ein Bild machen soll und Ihr könnt es anschließend dann in Euer Profil bei Google oder in die Strick-Community bei Google+ hochladen. Für mich als bloggender Stricker der absolute Traum!

Wie würdet Ihr die Google Glasses einsetzen?

 

 

Gastbeitrag: Männerdomaine Stricken? Aber ja doch!

Ob ich Lust hätte, mal was für seinen Blog zu schreiben, fragte mich Lutz. Natürlich habe ich Lust, etwas zu einem so coolen Projekt beizutragen wie dem Männerstrickblog. Doch welches Thema darf‘s denn sein? Irgendwie sollte es schon etwas mit Stricken und Männern zu tun haben…
ran-an-die-wolle

Also setze ich mich an den PC und fange an, mich durchs Internet zu wühlen. Wo startet man eigentlich bei einer Recherche? Bei Wikipedia. Ganz schön spannend, was man so über die Geschichte des Strickens dort lesen kann. Ich als Geschichtsfan und bekennende Strickerin habe mich bisher noch nicht damit beschäftigt, woher das Stricken eigentlich kommt. Das wäre doch ein nettes Thema für einen Blogartikel.

Und dann stolpere ich über folgenden Satz:

Als erster englischer Strumpfstricker, der feine aus Wollkammgarn handgestrickte Strümpfe fertigte, wird William Rider genannt. Er soll um 1564 die anfänglich ausschließlich als männliche Beschäftigung geltende Hosenstrickerei in England eingeführt haben.

(Quelle: Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Stricken)

Na sowas? Eine ausschließlich männliche Beschäftigung! Selbstverständlich fange ich gleich an zu googeln und tatsächlich: Vor dem 16. Jahrhundert haben eigentlich nur die Männer gestrickt. Es galt als Handwerk, ähnlich wie das Nähen. Heutzutage sind es meist Frauen, die den Beruf des Schneiderns erlernen, aber früher war das ein klassischer Männerberuf.

Die Männer also. Sie strickten auch schon in der Vergangenheit. Sie haben es sich zwar gleich wieder ein bisschen leichter gemacht und eine Maschine erfunden, die schneller und leichter strickt als wenn sie es von Hand tun würden, aber sie haben gestrickt, die tapferen Männer.

Sogar Friedrich der Große soll ein Fan des Strickens gewesen sein. Ich habe auch gelesen, dass es ein Gemälde geben soll, das einen Feldherrn in der Kampfpause einer Schlacht zeigt, wie er sich Socken strickt. Gefunden habe ich das Gemälde trotz intensiven googelns nicht, aber vielleicht haben wir ja Kunstkenner unter den Lesern, die mehr darüber wissen.

Ich finde es großartig, dass Stricken nicht nur beiden Frauen wieder ein Trend geworden ist, nachdem es lange Zeit als ein bisschen verstaubt und bieder galt. Es sollten sich noch viel mehr Männer an dieses wunderbar kreative Hobby wagen.

Alles in allem kann man eines sagen: Das Bild vom strickenden Mann- darunter auch Promis wie Ryan Gosling oder David Arquette –  sind also nichts Neues. Das hat ganz schön Tradition. Also, ihr strickenden Männer da draußen, falls euch einer blöd kommt: Ihr tut nichts anderes, als der Geschichte zu folgen! Immer weiter so!

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Mein Name ist Sara, im Netz auch bekannt als @Abfallkorb. Mit dem Internet verheiratet bin ich außerdem bekennende Strickerin, Bücherverrückte, Radlfan und Münchenliebhaberin. Ich schreibe in meinem Blog „Abfallkorb“ über Social Media und Community Management und meine Strickergüsse findet ihr auf meinem Blog „Verzweifelte Hausfrau“. Ich freue mich sehr darauf, mit Lutz das #yarncamp organisieren zu dürfen.