Es ist endlich soweit: Maleknitting das Buch erscheint

Es ist schon etwas her, als mich Katharina (sie ist für Presse & Öffentlichkeitsarbeit bei EMF zuständig) angesprochen hat, ob ich nicht Lust hätte ein Buch zu schreiben. Das war im Winter 2012, also eine kurze Zeit, nachdem ich das Stricken angefangen habe zu lernen. Und nun ist das Buch auf dem Postweg zu mir und all den Vorbestellungen. Hierfür erst ein mal ein dickes DANKESCHÖN an Euch! Wer es noch nicht bestellt hat, kann es in jeder Buchhandlung, bei Amazon oder beim Verlag für 16,99 EUR bestellen.

 

Das Buch richtet sich in erster Linie an alle StrickerInnen, die gerade in den Startlöchern stecken. Ich erkläre am Anfang wie rechte und linke Maschen gehen, wie Ihr kleine Fehler ausbessern könnt und starte dann gleich in die Projekte. Zwischendrin erzähle ich Euch dabei immer wieder kleine Geschichten aus meinem Strickleben. Wie es mir so als strickender Mann in der U-Bahn ergeht, was Guerilla Knitting ist oder wie schwierig es manchmal ist, wenn ich immer und überall meine Stricknadeln mitnehme und dabei vergesse, dass andere Leute mit mir reden wollen 😉

Eine Auswahl der Strickstücke:

  • Fäustlinge
  • Loop
  • Laptoptasche
  • Babyschuhe
  • Fußmatte
  • Pullunder

Ich habe bei den Anleitungen Wert auf cm und nicht auf Maschenzahlen gelegt. Sprich solltest Du nicht (wie ich) Kleidergröße XXS (*hust*) haben, so gebe ich Dir eine Hilfe, wie Du das Strickstück auf Deine Größe hochrechnen kannst.

Ich mag es ja, wenn Strickstücke mit einfachen Mustern bestechen. Daher ist das Buch für Anfänger (laut meiner eigenen objektiven bis leicht subjektiven Meinung) perfekt. Oft kann man ja tolle Sachen stricken, ohne dabei Ajour-, Lace- oder Fair Isle Muster zu verwenden. Ich hab nichts gegen diese Muster, nur sind es eben nicht meine Lieblingsmuster und daher stricke ich sie auch nur selten. Oft bekommt man durch einen Farbwechsel oder ein leichtes Muster (3fache Perlenmuster) auch schöne Effekte, die nicht langweilig wirken.

Mein Anliegen (und das meines Blogs) ist es ja, dass mehr und mehr Männer an die Nadel kommen. Und ich hoffe, dass das Buch hier nun auch einen weiteren Schritt macht und noch mehr Männer es okay finden sich zu diesem Hobby zu bekennen. Ich bin mit Sicherheit nicht der Erfinder vom männlichen Stricken, das wollte ich auch nie sein. Nur sah man meiner Meinung nach nicht viele Männer, die das toll finden und dazu stehen. Eher so im Kämmerlein. Zum Glück hat sich das geändert. Ich treffe immer wieder wunderbare Männer (und Frauen), die mir Ihre Stricksachen zeigen. Viele davon stricken wesentlich besser als ich. Das ist schön und so hab ich immer ein neues Ziel und kann mehr und mehr dazulernen. Und das ist ja das tolle an unserem Hobby – man lernt nie aus!

Mich stört bei einigen Strickbüchern schon, dass sie eher kitschig aufgemacht sind. Hier mal eine Banderole, da mal eine Blume, die Damen und Herren lächeln immer keck ins Bild, stehen auf einer Blumenwiese und die Sonne lacht… Ich habe dabei aber nie gesagt, dass Frauen nur rosa stricken, gelle 😉 Natürlich ist nicht jedes Strickbuch so, aber das Schöne am Edition Michael Fischer Verlag ist, dass ich sehr viel selbst bestimmen durfte. So habe ich es so strikt wie möglich, aber so bunt wie nötig gehalten. Laut Aussage der Grafikerin war das schon eine Herausforderung, da sie gern hier und da noch ein paar Schnörkel unterbringen wollte.

Ich bin mir sicher, dass ich in keinem anderen Buch so oft das Wort Maleknitting erwähnen, so oft den Bart meines Logos zeigen und auch die Verknüpfung mit Instagram bringen dürfte. Und auch im Buch selber ist meine Selbstironie und mein Zwinkern bei „männlichen“ Themen nie zu kurz gekommen. Das war eine tolle Erfahrung und für mein erstes Buch ein echt toller Start. Ich habe von den Anleitungen und Schritt für Schritt Erklärungen alle Bilder selber geschossen. Mein Freund hat mir hierzu ein Kellerregal so umgebaut, dass man meine Kamera darauf anbringen und ich mich unter das Regel setzen konnte. Als Betrachter bekommt man das Gefühl aus meiner Blickrichtung alles zu sehen. Das hat dann zwar etwas Schweiß und Knochenarbeit gekostet, aber es hat sich gelohnt.

 

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Ja, ja… alles nur fake mit dem Holzboden. Aber es ist immerhin ein schöner Fake 😉

 

Die Aufmacherbilder, also die Bilder, die dann das Gestrickte in Szene setzen, habe ich mit meinem Modell Georg und dem Fotografen Tim vom Verlag gemeinsam gemacht. Das war eine sehr schöne Erfahrung, da ich mal sehen konnte, wie so ein Shooting für ein Buch abläuft. Da ist das Model, sorry Georg, erst mal nur zweitrangig, da es ja um den Schal, die Tasche oder die Fäustlinge geht.

 

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Doch wenn ich eine Idee hatte: „Komm lass uns mal schnell ein paar Bilder beim Metzger machen!“ dann wurde das sehr gut aufgenommen, das Bild geschossen und mit etwas Glück kam es ins Buch. Bei den Bildern in der Kühlkammer der Metzgerei kann ich Euch erst einmal beruhigen: es ist nicht ins Buch gekommen. Aber wer weiß – ich zeige es Euch sicherlich hier noch einmal. Und, dass das Model mal nicht auf einer Blumenwiese stehen muss – ist hiermit bewiesen 😉

 

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So habe ich mir mal ein Strickbuch gewünscht – keine Landhaus-Idylle

 

Ich möchte mich nun noch einmal bei einigen Menschen bedanken, die das Ganze möglich gemacht haben:

  • bei meinem Verlag Edition Michael Fischer, der an mich glaubte und es hoffentlich weiterhin tut 😉
  • bei meinen Kollegen Karina (sie hat Zeichnungen für das Buch angefertigt), Sabine (sie hat meine Texte gegengelesen) und Georg (mein Malemodel)
  • bei vielen, tollen Menschen, die mir Ihre Locations für die Bilder zur Verfügung gestellt haben: meine Nachbarin, der Gasthof zur Post (leckeres Essen vom eigenen Metzger, Ihr wisst schon hehe), die Stadt Peißenberg (ich durfte Bilder im Bergwerkmuseum machen), das Vits in München (gute Kaffeerösterei) und Franz (geiles Auto!)
  • bei Coats (bekannt für die Garne Schachenmayr und Rowan), die mir das komplette Garn für das Buch zur Verfügung gestellt haben. Dankt Euch, liebe Steffi und Lori!

Und ein ganz dickes DANKESCHÖN geht noch einmal an Euch, meine Leser, Fans, Freunde.
Ohne Euch und dem Wissen, dass Ihr hinter mir steht hätte ich das sicherlich nie gemacht. Wer will schon ein Buch schreiben, wenn er weiß, dass es niemand lesen wird 😉

Wenn Euch das Buch gefällt, freue ich mich über Eure Meinung hier im Blog, auf Amazon/Weltbild/… oder sagt es einfach Eurer Buchhandlung – wenn sie ein Exemplar ins Regal stellen, dann gibt es vielleicht um so mehr neue Stricker – wer weiß…

That’s it – I knit!
Geht raus uns strickt!

Mein eigenes Area51 oder die vielen UFOs bei mir im Zimmer

Ich hoffe Ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen. Auch wenn es gegen Ende noch etwas stressig wurde, freue ich mich, dass ich bald wieder zur Arbeit darf. Na, wenn das mal mein Chef lesen würde…

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So fängt das neue Jahr eher mit aufräumen und kleinen Renovierungsarbeiten an. Heute hat es mich dann doch gepackt und ich musste mal raus und einfach neue Wolle ansehen und anfassen.

Jacke an und raus.
Ich bin dann also zur Heidi nach Hohenpeißenberg und habe mich inspirieren lassen. Da waren auch gleich viele, neue Knäuel von Rowan und Zitron. Als ich gerade mit 10 Stück an der Kasse stand, kann zum Glück eine Kundin rein, wollte schnell etwas nachfragen und ich habe an meine unfertigen Projekte (UFO UnFinishedObjects) Zuhause gedacht.

Nun habe ich mir am 5. Januar 2015 doch noch einen Vorsatz gesetzt: erst drei UFOs beenden, bevor ich ein neues Projekt anfange.

Das ist zwar irgendwie hart, aber ich habe einfach so viel Zeugs rumliegen – das muss mal weg!

Welche Vorsätze (in Bezug auf Euer Hobby) habt Ihr?

That’s it – I knit!
Geht raus und strickt!