Ändert sich der Farbverlauf von außen oder innen?

Ich bin mir gerade nicht ganz sicher, wo der alte Lutz hin ist. Der Neue scheint zumindest nichts mehr gegen Sockenstricken zu haben…

Eigentlich bin ich ja wirklich kein großer Fan davon, Socken zu stricken. Zweimal das Gleiche und dann immer dieser olle Farbverlauf bei den meisten Garnen. Das gefällt mir eben nicht immer. Vor einigen Monaten gab es dann bei Norma mal wieder Sockenwolle also dachte ich mir: die kostet ja eh nicht viel, guckste Mal, ob Du damit nicht etwas testen kannst.

Ich wollte schon immer mal wissen: sehen Socken anders aus, wenn sie von innen oder außen her gestrickt werden? Sieht man das im Farbverlauf? Drehen sich die Muster um und man muss beim betrachten der Socken schielen?

gestrickte Socken aus Norma Sockenwolle

Links von außen und rechts von innen gestrickt.

Und wie man sieht: sieht man nichts. Also zumindest keinen nennenswerten Unterschied. der Farbverlauf dreht sich exakt in die gleiche Richtung. Mal ist die eine Farbe, mal die andere Farbe breiter – aber das ist auch schon alles.

Gut, wenn dann die Socken nichts besonderes zu bieten haben, dann mache ich eben um so schickere Bilder. Da kam es mir ganz gelegen, dass ich im Urlau in Ljubljana war und in einer 60ger Jahre Wohnung wohnen durfte. Sehr abgefahren, aber toll, wenn man mal Bilder für seinen Blog machen will.

Ein paar dieser Bilder habe ich in dieser kleinen Slideshow für Euch gesammelt:

 

Norma Socken

Wie ist es denn bei Euch? Strickt Ihr viele Socken?

That’s it – I knit!
Geht raus uns strickt!

Euer Lutz

Aus dem Maleknitting Buch: Loop Kokon

Ich habe Euch vor einiger Zeit die Holztrage vorgestellt, die Ihr auch in meinem Buch findet. Heute möchte ich Euch ein weiteres Projekt vorstellen. Und zwar den Loopschal Kokon.

 

Georg zeigt hier den Loop Kokon aus der gleichnamigen Rowan Wolle

Georg zeigt hier den Loop Kokon aus Rowan Wolle

Bevor ich mit dem Buch begonnen habe, musste ich mir noch einen Plan für die Wolle überlegen. Da ich während des YarnCamps schon mit Coats (Schachenmayr, Rowan) zusammengearbeitet habe, wusste ich, dass in Salach offene Ohren für interessante Ideen sitzen.

Coats war dann auch gleich mit dabei und bot mir an, die Wolle für mein Buch zu stellen. Eines der Garne, in die ich mich gleich verguckt habe, war das Rowangarn Cocoon. Es war einerseits sehr weich, hatte aber dank der rauen Struktur etwas Interessantes an sich. Das liegt vermutlich an den 80 % Merinowolle und 20 % Kid Mohair. Da passte der Name Loop Kokon ganz gut, da einzelne Fäden aus der Wolle wirklich wie Seide aussehen.

Die Farbe, die ich für das Buch verwendet habe heißt Duck Down, also Entendaunen.

Ich wollte mit diesem Projekt einen einfachen Loop designen, der leicht zu stricken ist, dank einer kleinen Auffälligkeit, aber um so interessanter wirkt. Ich habe dann versucht mit einer weiteren Farbe statt der horizontalen Maschen, auch noch vertikale einzuarbeiten. Doch das hat nur bedingt geklappt.

Der Trick dabei: ich habe am Ende mit einem Kontrastgarn (hier ebenfalls Cocoon) Maschen eingehäkelt, die senkrecht zum Muster verlaufen. Somit sieht es fast aus, als ob ich während des Strickens die Laufrichtung geändert hätte.

Wer den Loop nachstricken will findet mein Buch bei Amazon. Wenn Ihr ihn schon auf der Nadel habt, dann fügt Euer Projekt gerne zu Ravelry hinzu.

Und wie gefällt Euch dieser kuschelsafte Loop?

Warum nicht mal eine Holztrage stricken?

Ich möchte Euch in nächster Zeit immer mal wieder die Projekte aus meinem neuen Maleknitting Buch vorstellen (und weil ganz oft die Frage aufkommt: Ja, Ihr könnt es sowohl im Buchhandel, als auch bei Amazon bestellen).

Doch nun erst einmal zur Holztrage Lumberjack:

gestrickte Holztrage

Holztrage Lumberjack selber stricken

Ich beginne mal mit einem der wohl ungewöhnlichsten Projekte aus dem Buch: der Holztrage. Als ich vor mehr als einem Jahr an den Projekten saß und mir überlegt habe, was in so ein Strickbuck auf jeden Fall nicht fehlen darf, kam ich schnell auf die Idee auch andere Materialien zu verwenden. So war schnell klar, dass neben „stinknormaler Wolle“ auch noch weiteres Garn verstrickt werden muss.

In diesem Fall war es eine Paketschnur. Diese besteht zu 100% aus Jute und ich habe einige Meter günstig bei eBay erworben. Doch was sollte ich daraus stricken? Dass die Paketschnur robust ist, muss ich ja niemanden erklären, doch bei welchen Gegenständen benötigt man schon eine größere Reißfestigkeit? Entweder, wenn Zug auf etwas lastet oder sehr stark beansprucht wird.

Ich habe mich dann für zwei Projekte entschieden: einmal eine Fußmatte und dann diese Holztrage. Bei diesem Projekt sollte man allerdings UNBEDINGT eine Maschenprobe machen, da man ja doch eher selten solche Angaben auf der nicht vorhandenen Banderole findet… Bei mir waren es übrigens: 17 Maschen auf 20 Reihen bei einer Nadelstärke 3,5 (das nur mal so nebenbei erwähnt).

Solche Holzgriffe bekommt man übrigens in vielen Bastelläden und auch bei eBay und CO.

Ich habe die Holztrage so angepasst, dass man mühelos auch kleinere Muster Dank rechts/links Wechsel einbauen kann. Auf den letzten Seiten im Buch findet sich so beispielsweise auch eine n Muster für einen Mustache.

Diese Holztrage findet Ihr auch bei Ravelry.

So, nun hole ich mir aber ein paar Holzscheite aus dem Schuppen, zünde meinen Kamin an, hole mein Strickzeug und lasse es mir gut gehen.

Was habt ihr denn schon mal Außergewöhnliches gestrickt? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.

That’s it – I knit!
Geht raus und Strickt!
Euer Lutz

Habe meinen Vorsatz noch nicht gebrochen!

Hallo zusammen,

ich habe Euch ja vor ein paar Wochen erzählt, dass ich kein neues Projekt anfangen möchte, bevor ich nicht drei UFOs (UnFertigeObjekte) beendet habe. Und was soll ich sagen: heute ist Projekt Nummer 3 von der Nadel gehüpft. Und wenn es draußen stürmt und schneit – müssen die Bilder eben auf dem Dachboden geschossen werden. Aber seht selbst:

 

Söckchen

Mini Socken aus Strickwolle von Norma

Mini Socken aus Strickwolle von Norma

 

Wer meinen Blog verfolgt weiß, dass ich nicht gerade ein großer Fan von (bunter) Socken(wolle) bin, zumindest nicht dann, wenn der Farbverlauf so schnell aufeinander folgt wie bei dieser Wolle. Einem geschenkten Knäuel schaue ich nicht ins Mäuel und daher wollte ich diese Wolle dann doch irgendwann einmal verstricken. Und damit ich schnell fertig bin (und es nicht zu langweilig ist) habe ich mich für kurze Socken mit einem schmalen Bündchen entschieden. Dazu noch rechte und linke Maschen im Wechsel. Nichts weltbewegendes, aber für einen Sonntagnachmittag kann man die schon mal anziehen. Ach, wenn Ihr die Anleitung haben wollt, schreibe ich Sie Euch gerne noch einmal auf.

 

Pucksack

Der Pucksack

Der Pucksack

 

Als ich bei der Geburt von Ariam im Norden war, wollte ich unbedingt einen schönen Pucksack stricken. Allerdings war das Garn von Wolle Rödel (Soft Merino) so dünn, dass ich es in der Kürze der Zeit niemals geschafft hätte. Deshalb gab es für Ariam nun einen Pucksack aus Bremont Jolie gestrickt, da das an einem Tag strickbar war. So, wie ich meinen Freundeskreis aber einschätze, dauert es nicht mehr lange, bis ich einen Abnehmer finde.

 

Wohlfühlsocken

Sie sind zwar etwas groß geraten...

Sie sind zwar etwas groß geraten…

 

Und als drittes, fertiges Projekt habe ich noch stinknormale Socken fertiggestellt. Ich habe sie Euch auch schon mal hier im Blog gezeigt. Hier fand ich den Farbverlauf angenehm, da er nicht so schnell und sprunghaft erscheint, wie bei den Söckchen oben. Die Farben sind eher Ton in Ton gehalten und das gefällt mir daran ausgesprochen gut. Bei diesen Socken gibt es nicht viel zu sagen, da sie ganz klassisch gestrickt sind mit Bumerangferse. Mehr nicht. Die Wolle hier ist die Jawoll Magic von Lang Yarns.

Nun freue ich mich auf ein neues Projekt, das dann erst mal wieder ein paar Wochen liegen darf. Oder ich beende es gleich – wer weiß das schon.

That’s it – I knit!
Geht raus und Strickt.
Euer Lutz

Es ist endlich soweit: Maleknitting das Buch erscheint

Es ist schon etwas her, als mich Katharina (sie ist für Presse & Öffentlichkeitsarbeit bei EMF zuständig) angesprochen hat, ob ich nicht Lust hätte ein Buch zu schreiben. Das war im Winter 2012, also eine kurze Zeit, nachdem ich das Stricken angefangen habe zu lernen. Und nun ist das Buch auf dem Postweg zu mir und all den Vorbestellungen. Hierfür erst ein mal ein dickes DANKESCHÖN an Euch! Wer es noch nicht bestellt hat, kann es in jeder Buchhandlung, bei Amazon oder beim Verlag für 16,99 EUR bestellen.

 

Das Buch richtet sich in erster Linie an alle StrickerInnen, die gerade in den Startlöchern stecken. Ich erkläre am Anfang wie rechte und linke Maschen gehen, wie Ihr kleine Fehler ausbessern könnt und starte dann gleich in die Projekte. Zwischendrin erzähle ich Euch dabei immer wieder kleine Geschichten aus meinem Strickleben. Wie es mir so als strickender Mann in der U-Bahn ergeht, was Guerilla Knitting ist oder wie schwierig es manchmal ist, wenn ich immer und überall meine Stricknadeln mitnehme und dabei vergesse, dass andere Leute mit mir reden wollen 😉

Eine Auswahl der Strickstücke:

  • Fäustlinge
  • Loop
  • Laptoptasche
  • Babyschuhe
  • Fußmatte
  • Pullunder

Ich habe bei den Anleitungen Wert auf cm und nicht auf Maschenzahlen gelegt. Sprich solltest Du nicht (wie ich) Kleidergröße XXS (*hust*) haben, so gebe ich Dir eine Hilfe, wie Du das Strickstück auf Deine Größe hochrechnen kannst.

Ich mag es ja, wenn Strickstücke mit einfachen Mustern bestechen. Daher ist das Buch für Anfänger (laut meiner eigenen objektiven bis leicht subjektiven Meinung) perfekt. Oft kann man ja tolle Sachen stricken, ohne dabei Ajour-, Lace- oder Fair Isle Muster zu verwenden. Ich hab nichts gegen diese Muster, nur sind es eben nicht meine Lieblingsmuster und daher stricke ich sie auch nur selten. Oft bekommt man durch einen Farbwechsel oder ein leichtes Muster (3fache Perlenmuster) auch schöne Effekte, die nicht langweilig wirken.

Mein Anliegen (und das meines Blogs) ist es ja, dass mehr und mehr Männer an die Nadel kommen. Und ich hoffe, dass das Buch hier nun auch einen weiteren Schritt macht und noch mehr Männer es okay finden sich zu diesem Hobby zu bekennen. Ich bin mit Sicherheit nicht der Erfinder vom männlichen Stricken, das wollte ich auch nie sein. Nur sah man meiner Meinung nach nicht viele Männer, die das toll finden und dazu stehen. Eher so im Kämmerlein. Zum Glück hat sich das geändert. Ich treffe immer wieder wunderbare Männer (und Frauen), die mir Ihre Stricksachen zeigen. Viele davon stricken wesentlich besser als ich. Das ist schön und so hab ich immer ein neues Ziel und kann mehr und mehr dazulernen. Und das ist ja das tolle an unserem Hobby – man lernt nie aus!

Mich stört bei einigen Strickbüchern schon, dass sie eher kitschig aufgemacht sind. Hier mal eine Banderole, da mal eine Blume, die Damen und Herren lächeln immer keck ins Bild, stehen auf einer Blumenwiese und die Sonne lacht… Ich habe dabei aber nie gesagt, dass Frauen nur rosa stricken, gelle 😉 Natürlich ist nicht jedes Strickbuch so, aber das Schöne am Edition Michael Fischer Verlag ist, dass ich sehr viel selbst bestimmen durfte. So habe ich es so strikt wie möglich, aber so bunt wie nötig gehalten. Laut Aussage der Grafikerin war das schon eine Herausforderung, da sie gern hier und da noch ein paar Schnörkel unterbringen wollte.

Ich bin mir sicher, dass ich in keinem anderen Buch so oft das Wort Maleknitting erwähnen, so oft den Bart meines Logos zeigen und auch die Verknüpfung mit Instagram bringen dürfte. Und auch im Buch selber ist meine Selbstironie und mein Zwinkern bei „männlichen“ Themen nie zu kurz gekommen. Das war eine tolle Erfahrung und für mein erstes Buch ein echt toller Start. Ich habe von den Anleitungen und Schritt für Schritt Erklärungen alle Bilder selber geschossen. Mein Freund hat mir hierzu ein Kellerregal so umgebaut, dass man meine Kamera darauf anbringen und ich mich unter das Regel setzen konnte. Als Betrachter bekommt man das Gefühl aus meiner Blickrichtung alles zu sehen. Das hat dann zwar etwas Schweiß und Knochenarbeit gekostet, aber es hat sich gelohnt.

 

IMG_20140615_144027

Ja, ja… alles nur fake mit dem Holzboden. Aber es ist immerhin ein schöner Fake 😉

 

Die Aufmacherbilder, also die Bilder, die dann das Gestrickte in Szene setzen, habe ich mit meinem Modell Georg und dem Fotografen Tim vom Verlag gemeinsam gemacht. Das war eine sehr schöne Erfahrung, da ich mal sehen konnte, wie so ein Shooting für ein Buch abläuft. Da ist das Model, sorry Georg, erst mal nur zweitrangig, da es ja um den Schal, die Tasche oder die Fäustlinge geht.

 

IMAG0204

 

Doch wenn ich eine Idee hatte: „Komm lass uns mal schnell ein paar Bilder beim Metzger machen!“ dann wurde das sehr gut aufgenommen, das Bild geschossen und mit etwas Glück kam es ins Buch. Bei den Bildern in der Kühlkammer der Metzgerei kann ich Euch erst einmal beruhigen: es ist nicht ins Buch gekommen. Aber wer weiß – ich zeige es Euch sicherlich hier noch einmal. Und, dass das Model mal nicht auf einer Blumenwiese stehen muss – ist hiermit bewiesen 😉

 

wpid-wp-1407358331900.jpeg

So habe ich mir mal ein Strickbuch gewünscht – keine Landhaus-Idylle

 

Ich möchte mich nun noch einmal bei einigen Menschen bedanken, die das Ganze möglich gemacht haben:

  • bei meinem Verlag Edition Michael Fischer, der an mich glaubte und es hoffentlich weiterhin tut 😉
  • bei meinen Kollegen Karina (sie hat Zeichnungen für das Buch angefertigt), Sabine (sie hat meine Texte gegengelesen) und Georg (mein Malemodel)
  • bei vielen, tollen Menschen, die mir Ihre Locations für die Bilder zur Verfügung gestellt haben: meine Nachbarin, der Gasthof zur Post (leckeres Essen vom eigenen Metzger, Ihr wisst schon hehe), die Stadt Peißenberg (ich durfte Bilder im Bergwerkmuseum machen), das Vits in München (gute Kaffeerösterei) und Franz (geiles Auto!)
  • bei Coats (bekannt für die Garne Schachenmayr und Rowan), die mir das komplette Garn für das Buch zur Verfügung gestellt haben. Dankt Euch, liebe Steffi und Lori!

Und ein ganz dickes DANKESCHÖN geht noch einmal an Euch, meine Leser, Fans, Freunde.
Ohne Euch und dem Wissen, dass Ihr hinter mir steht hätte ich das sicherlich nie gemacht. Wer will schon ein Buch schreiben, wenn er weiß, dass es niemand lesen wird 😉

Wenn Euch das Buch gefällt, freue ich mich über Eure Meinung hier im Blog, auf Amazon/Weltbild/… oder sagt es einfach Eurer Buchhandlung – wenn sie ein Exemplar ins Regal stellen, dann gibt es vielleicht um so mehr neue Stricker – wer weiß…

That’s it – I knit!
Geht raus uns strickt!