Mitgemacht: Stricken für arme Omas

Die Welt könnte oft so schön sein. Doch gerade im Winter wird es für viele Menschen, auch in Deutschland, ungemütlich. Dank hoher Altersarmut und steigenen Heizkosten gibt es in Deutschland mehr und mehr ältere Menschen, die unter der Kälte leiden müssen. Um diese Menschen zu unterstützen hat Innocent (Smoothies) „das große Stricken“ ins Leben gerufen.

Eine Smoothieflasche mit Mütze. Von dieser gehen 30 cent an das Deutsche Rote Kreuz

Für jede verkaufte Mützen-Flasche gehen 30 cent an das Deutsche Rote Kreuz.

Das große Stricken findet in 2012 zum zweiten Mal statt. Innocent Smoothies und das Deutsche Rote Kreuz bitten um Eure Mithilfe. Gesucht werden kleine Mützen, die Ihr zB. aus Eurer Restwolle wunderbar stricken könnt. Für jede verkaufte Flasche, die ein Mützchen aufgesetzt hat, spendet Innocent 30 cent an das Deutsche Rote Kreuz. Mit diesem Geld soll älteren Menschen geholfen werden, die unter der Kälte im Winter leiden müssen. Innocent will seinen Rekord vom letzten Jahr (über 190.000 Mützen, also über 57.000 Euro ) brechen und sucht daher fleißige Stricker.

An sich finde ich die Aktion ganz nett. Nett, weil endlich wieder einmal ein Projekt in Deutschland unterstützt wird. Klar, es gibt so viel Leid auf der Welt bei dem sich Spenden lohnen, aber einmal vor der eigenen Haustür zu kehren finde ich nicht verkehrt. Die Spendengalas von RTL und Co.  suchen ja immer nach schlimmen Fällen in Übersee. Doch einmal auch hier die Armen zu unterstützen daran denkt kaum einer. Allerdings finde ich die Aktion etwas… wie soll ich sagen… speziell.

Da sucht man fleißige Mützenstricker, die Ihre Zeit und Restwolle in kleine Hauben stecken. Dieser Kopfschmuck wird dann auf Smoothieflaschen gesteckt, diese wiederum werden dann im Laden verkauft. Ich vermute mal, dass es keine „Special Edition“-Flaschen gibt auf der die Mützen aufgebracht werden. Es heißt „wenn jemand diese Mütze kauft spenden wir…“ Wie wird dieses kontrolliert?

Sprich: Man zählt einfach die eingehenden Mützen und überweist dann das entsprechende Geld an das Rote Kreuz. Die Mützen haben in diesem Spiel eigentlich gar keine Funktion. Vielleicht taugen sie noch als Eierwärmer. Bitte versteht mich nicht falsch: Stricken, um etwas Gutes zu tun finde ich super. Aber meiner Meinung nach sollte man mit den Ergebnissen, wie bei der Pinguin-Pullover Aktion, seine Hilfe leisten. Wenn dem nicht der Fall sein sollte freue ich mich über Nachricht von Innocent.

Oder wie seht Ihr das?

Drei Mädels mit hunderten von Smoothie-Mützen

Da sitzen sie nun die fleißigen Mitarbeiter von Innocent.

Für diejenigen unter Euch, die sofort loslegen wollen habe ich die Anleitung von Innocent zu verschiedenen Designs verlinkt. Bis zum 1. Dezember 2012 könnt Ihr Eure Mützen an

innocent
Kennwort „Das Große Stricken“
Walter-Gropius-Straße 19
50126 Bergheim

schicken. Diese werden dann im Januar an die Cafés und Supermärkte verschickt. Vielen Dank auch an Evi, die schon ganz fleißig am Stricken ist.

5 Gedanken zu „Mitgemacht: Stricken für arme Omas

  1. Cathi sagt:

    Hey Lutz,

    der Sinn der Mützchen ist wohl eher symbolisch. Mütze = im Winter nicht frieren = Sinn der Aktion durch die Spende. Du hast natürlich Recht: Die Pinguin-Pullis erfüllen ja „per se“ einen Sinn an sich, bei den Innocent-Mützchen geht es eben um die Spende je Mützchen. Auf der Website gibt es auch Infos, was man nach der Aktion mit den Mützchen so anstellen kann: http://www.innocentdrinks.de/stricken2012/muetzchenrecycling.php

    Es wird auch darauf hingewiesen, dass man seine alten Mützchen vom Vorjahr – wenn man sie noch hat – gerne wieder als „neue“ Mützchen einschicken kann und so die Spendenzahl erhöhen.

    Liebe Grüße, Cathi

    • Lutz Staacke sagt:

      Hallo Cathi,

      danke für Deinen Hinweis mit dem „erneut“ spenden. Das ist ja dann doch noch einmal ein Pluspunkt für die Aktion.

      Lieben Gruß
      Lutz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.