Aus dem Maleknitting Buch: Loop Kokon

Ich habe Euch vor einiger Zeit die Holztrage vorgestellt, die Ihr auch in meinem Buch findet. Heute möchte ich Euch ein weiteres Projekt vorstellen. Und zwar den Loopschal Kokon.

 

Georg zeigt hier den Loop Kokon aus der gleichnamigen Rowan Wolle

Georg zeigt hier den Loop Kokon aus Rowan Wolle

Bevor ich mit dem Buch begonnen habe, musste ich mir noch einen Plan für die Wolle überlegen. Da ich während des YarnCamps schon mit Coats (Schachenmayr, Rowan) zusammengearbeitet habe, wusste ich, dass in Salach offene Ohren für interessante Ideen sitzen.

Coats war dann auch gleich mit dabei und bot mir an, die Wolle für mein Buch zu stellen. Eines der Garne, in die ich mich gleich verguckt habe, war das Rowangarn Cocoon. Es war einerseits sehr weich, hatte aber dank der rauen Struktur etwas Interessantes an sich. Das liegt vermutlich an den 80 % Merinowolle und 20 % Kid Mohair. Da passte der Name Loop Kokon ganz gut, da einzelne Fäden aus der Wolle wirklich wie Seide aussehen.

Die Farbe, die ich für das Buch verwendet habe heißt Duck Down, also Entendaunen.

Ich wollte mit diesem Projekt einen einfachen Loop designen, der leicht zu stricken ist, dank einer kleinen Auffälligkeit, aber um so interessanter wirkt. Ich habe dann versucht mit einer weiteren Farbe statt der horizontalen Maschen, auch noch vertikale einzuarbeiten. Doch das hat nur bedingt geklappt.

Der Trick dabei: ich habe am Ende mit einem Kontrastgarn (hier ebenfalls Cocoon) Maschen eingehäkelt, die senkrecht zum Muster verlaufen. Somit sieht es fast aus, als ob ich während des Strickens die Laufrichtung geändert hätte.

Wer den Loop nachstricken will findet mein Buch bei Amazon. Wenn Ihr ihn schon auf der Nadel habt, dann fügt Euer Projekt gerne zu Ravelry hinzu.

Und wie gefällt Euch dieser kuschelsafte Loop?

Es ist endlich soweit: Maleknitting das Buch erscheint

Es ist schon etwas her, als mich Katharina (sie ist für Presse & Öffentlichkeitsarbeit bei EMF zuständig) angesprochen hat, ob ich nicht Lust hätte ein Buch zu schreiben. Das war im Winter 2012, also eine kurze Zeit, nachdem ich das Stricken angefangen habe zu lernen. Und nun ist das Buch auf dem Postweg zu mir und all den Vorbestellungen. Hierfür erst ein mal ein dickes DANKESCHÖN an Euch! Wer es noch nicht bestellt hat, kann es in jeder Buchhandlung, bei Amazon oder beim Verlag für 16,99 EUR bestellen.

 

Das Buch richtet sich in erster Linie an alle StrickerInnen, die gerade in den Startlöchern stecken. Ich erkläre am Anfang wie rechte und linke Maschen gehen, wie Ihr kleine Fehler ausbessern könnt und starte dann gleich in die Projekte. Zwischendrin erzähle ich Euch dabei immer wieder kleine Geschichten aus meinem Strickleben. Wie es mir so als strickender Mann in der U-Bahn ergeht, was Guerilla Knitting ist oder wie schwierig es manchmal ist, wenn ich immer und überall meine Stricknadeln mitnehme und dabei vergesse, dass andere Leute mit mir reden wollen 😉

Eine Auswahl der Strickstücke:

  • Fäustlinge
  • Loop
  • Laptoptasche
  • Babyschuhe
  • Fußmatte
  • Pullunder

Ich habe bei den Anleitungen Wert auf cm und nicht auf Maschenzahlen gelegt. Sprich solltest Du nicht (wie ich) Kleidergröße XXS (*hust*) haben, so gebe ich Dir eine Hilfe, wie Du das Strickstück auf Deine Größe hochrechnen kannst.

Ich mag es ja, wenn Strickstücke mit einfachen Mustern bestechen. Daher ist das Buch für Anfänger (laut meiner eigenen objektiven bis leicht subjektiven Meinung) perfekt. Oft kann man ja tolle Sachen stricken, ohne dabei Ajour-, Lace- oder Fair Isle Muster zu verwenden. Ich hab nichts gegen diese Muster, nur sind es eben nicht meine Lieblingsmuster und daher stricke ich sie auch nur selten. Oft bekommt man durch einen Farbwechsel oder ein leichtes Muster (3fache Perlenmuster) auch schöne Effekte, die nicht langweilig wirken.

Mein Anliegen (und das meines Blogs) ist es ja, dass mehr und mehr Männer an die Nadel kommen. Und ich hoffe, dass das Buch hier nun auch einen weiteren Schritt macht und noch mehr Männer es okay finden sich zu diesem Hobby zu bekennen. Ich bin mit Sicherheit nicht der Erfinder vom männlichen Stricken, das wollte ich auch nie sein. Nur sah man meiner Meinung nach nicht viele Männer, die das toll finden und dazu stehen. Eher so im Kämmerlein. Zum Glück hat sich das geändert. Ich treffe immer wieder wunderbare Männer (und Frauen), die mir Ihre Stricksachen zeigen. Viele davon stricken wesentlich besser als ich. Das ist schön und so hab ich immer ein neues Ziel und kann mehr und mehr dazulernen. Und das ist ja das tolle an unserem Hobby – man lernt nie aus!

Mich stört bei einigen Strickbüchern schon, dass sie eher kitschig aufgemacht sind. Hier mal eine Banderole, da mal eine Blume, die Damen und Herren lächeln immer keck ins Bild, stehen auf einer Blumenwiese und die Sonne lacht… Ich habe dabei aber nie gesagt, dass Frauen nur rosa stricken, gelle 😉 Natürlich ist nicht jedes Strickbuch so, aber das Schöne am Edition Michael Fischer Verlag ist, dass ich sehr viel selbst bestimmen durfte. So habe ich es so strikt wie möglich, aber so bunt wie nötig gehalten. Laut Aussage der Grafikerin war das schon eine Herausforderung, da sie gern hier und da noch ein paar Schnörkel unterbringen wollte.

Ich bin mir sicher, dass ich in keinem anderen Buch so oft das Wort Maleknitting erwähnen, so oft den Bart meines Logos zeigen und auch die Verknüpfung mit Instagram bringen dürfte. Und auch im Buch selber ist meine Selbstironie und mein Zwinkern bei „männlichen“ Themen nie zu kurz gekommen. Das war eine tolle Erfahrung und für mein erstes Buch ein echt toller Start. Ich habe von den Anleitungen und Schritt für Schritt Erklärungen alle Bilder selber geschossen. Mein Freund hat mir hierzu ein Kellerregal so umgebaut, dass man meine Kamera darauf anbringen und ich mich unter das Regel setzen konnte. Als Betrachter bekommt man das Gefühl aus meiner Blickrichtung alles zu sehen. Das hat dann zwar etwas Schweiß und Knochenarbeit gekostet, aber es hat sich gelohnt.

 

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Ja, ja… alles nur fake mit dem Holzboden. Aber es ist immerhin ein schöner Fake 😉

 

Die Aufmacherbilder, also die Bilder, die dann das Gestrickte in Szene setzen, habe ich mit meinem Modell Georg und dem Fotografen Tim vom Verlag gemeinsam gemacht. Das war eine sehr schöne Erfahrung, da ich mal sehen konnte, wie so ein Shooting für ein Buch abläuft. Da ist das Model, sorry Georg, erst mal nur zweitrangig, da es ja um den Schal, die Tasche oder die Fäustlinge geht.

 

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Doch wenn ich eine Idee hatte: „Komm lass uns mal schnell ein paar Bilder beim Metzger machen!“ dann wurde das sehr gut aufgenommen, das Bild geschossen und mit etwas Glück kam es ins Buch. Bei den Bildern in der Kühlkammer der Metzgerei kann ich Euch erst einmal beruhigen: es ist nicht ins Buch gekommen. Aber wer weiß – ich zeige es Euch sicherlich hier noch einmal. Und, dass das Model mal nicht auf einer Blumenwiese stehen muss – ist hiermit bewiesen 😉

 

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So habe ich mir mal ein Strickbuch gewünscht – keine Landhaus-Idylle

 

Ich möchte mich nun noch einmal bei einigen Menschen bedanken, die das Ganze möglich gemacht haben:

  • bei meinem Verlag Edition Michael Fischer, der an mich glaubte und es hoffentlich weiterhin tut 😉
  • bei meinen Kollegen Karina (sie hat Zeichnungen für das Buch angefertigt), Sabine (sie hat meine Texte gegengelesen) und Georg (mein Malemodel)
  • bei vielen, tollen Menschen, die mir Ihre Locations für die Bilder zur Verfügung gestellt haben: meine Nachbarin, der Gasthof zur Post (leckeres Essen vom eigenen Metzger, Ihr wisst schon hehe), die Stadt Peißenberg (ich durfte Bilder im Bergwerkmuseum machen), das Vits in München (gute Kaffeerösterei) und Franz (geiles Auto!)
  • bei Coats (bekannt für die Garne Schachenmayr und Rowan), die mir das komplette Garn für das Buch zur Verfügung gestellt haben. Dankt Euch, liebe Steffi und Lori!

Und ein ganz dickes DANKESCHÖN geht noch einmal an Euch, meine Leser, Fans, Freunde.
Ohne Euch und dem Wissen, dass Ihr hinter mir steht hätte ich das sicherlich nie gemacht. Wer will schon ein Buch schreiben, wenn er weiß, dass es niemand lesen wird 😉

Wenn Euch das Buch gefällt, freue ich mich über Eure Meinung hier im Blog, auf Amazon/Weltbild/… oder sagt es einfach Eurer Buchhandlung – wenn sie ein Exemplar ins Regal stellen, dann gibt es vielleicht um so mehr neue Stricker – wer weiß…

That’s it – I knit!
Geht raus uns strickt!

Maleknitting – das Buch

Wer mir auf Instagram oder Facebook folgt hat es ansatzweise schon mitbekommen: Ich war am Samstag und Montag mit einem Fotografen unterwegs und habe Fotos für mein erstes Buch gemacht: Maleknitting –  Stricken ist männlich.

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Vor gut 1,5 Jahren, also knapp nachdem ich angefangen habe zu stricken, hat mich der Edition Michael Fischer Verlag gefragt, ob ich nicht Lust hätte ein Männerbuch zu schreiben.

Lust irgendwie schon, aber noch nicht zu diesem Zeitpunkt. Nun gut, nachdem der Verlag hartnäckig geblieben ist, habe ich dann letztes Jahr zugesagt und bis dann Vertrag, Idee etc. fertig waren habe ich konkret diesem Jahr meine Freizeit in das Buch gesteckt.

Für mich ist das eine ganz neue Erfahrungen. Im Hauptberuf bin ich ja Community Manager bei gutefrage.net und habe neben meiner 40 Stundenwoche, Partner und Blog mir 16 tolle Anleitungen für den (strickenden) Mann überlegt.

Besonders viel Wert habe ich auf Individualität gelegt und darauf, dass es eben Anleitungen sind, die verständlich sind, Spaß machen und nicht zu verblümt.

Mein Verlag hatte auch offene Ohren was die Bilder und Texte betrifft. So wollte ich auf keinen Fall typische Strickbuchbilder, sondern etwas, das sonst nirgends zu finden ist.

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Ich bin sehr froh, dass ich auch noch meinen Kollegen Georg als Model finden konnte, der keine Sekunde gezögert hat und sofort begeistert war.

Am Samstag haben wir dann Aufnahmen (ohne Georg) im Bergwerksmuseum und im Stollen, sowie in der Metzgerei und im Biergarten gemacht. Am Montag ging es dann mit Georg in eine Kaffeerösterei, in die alte Zündapphalle und in eine sehr schöne Pagode eines Freundes. Ich bin schon sehr gespannt, wie Euch die Bilder gefallen. Je nachdem für welche Bilder sich der Verlag am Ende entscheidet zeige ich Euch vielleicht die Bilder, die nicht ins Buch kommen. Wäre ja schade, um die ganze Arbeit…

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In dem Buch wird es viele Detailbilder geben, mit denen ich die Grundtechniken erkläre und Tipps gebe. Abgerundet wird alles noch, indem ich kleine Geschichten aus (meinem) Alltag erzähle, wie es mir so als strickender Mann ergeht und was ich so erlebe.

Als Wollsponsor könnte ich Coats (Schachenmayr, Rowan) gewinnen ohne die ich ganz schön aufgeschmissen wäre. Vielen dank hier noch einmal an Stephenie, die sofort an das Projekt glaubte.

Und keine Angst, das Buch ist auf für Frauen geeignet. Ich habe bei den Anleitungen darauf geachtet Materialien und Muster so zu wählen, dass ich selbst die Projekte auch anziehen würde. Da kann man dann eben auch etwas Schickes seinem Freund stricken…

Das Buch soll aller Voraussicht im November erscheinen und 19,99 EUR kosten. Es ist bereits beim Verlag und bei Amazon vorbestellbar.

 

Mich würde interessieren: Habt Ihr auch schon mal Anleitungen geschrieben, veröffentlicht und vielleicht sogar verkauft?

 

That’s it- I knit!
Geht raus und strickt!

Euer Lutz

Und gewonnen hat….

Hallo Ihr Lieben! Ich habe das Gewinnspiel natürlich nicht vergessen. Nur etwas viel um die Ohren (seht Ihr dann am WiP Mittwoch) und deshalb bin ich erst heute dazu gekommen den Gewinner des „Natürlich schick gestickt Buches“ zu ziehen.

Herzlichen Glückwunsch!

Herzlichen Glückwunsch!

Liebe Susanne – herzlichen Glückwunsch. Habe Dich bereits auf Facebook kontaktiert (Nachrichten, Ordner Sonstiges). Bitte schicke mir via Facebook Deine Adresse zu, damit ich Dir das Buch und die Sticksachen von Coats schicken kann.

An die anderen: nicht traurig sein: ich verlose sicherlich noch einmal etwas zum Lesen und Basteln.

Vielen Dank an dieser Seite auch noch einmal an Coats, die den Gewinn abgerundet haben.

Euch noch einen schönen Sonntag!

 

Wer wissen will was in dem Buch getickt wird: