Yarncamp – der Ticketverkauf ist eröffnet

Es ist soweit – wir sind mit den Tickets für das YarnCamp in den Verkauf gestartet. Ihr wisst nicht mehr was das war? Kein Problem, denn ich habe das ja schon einmal in einem Blogbeitrag zusammengefasst.

Tickets // flickrpicture by: Adam Kuban

Tickets // flickrpicture by: Adam Kuban

Wir sind schon sehr auf das YarnCamp gespannt und freuen uns, dass wir nun in einer schicken Location, nämlich dem Haus des Buches in Frankfurt untergebracht sind. Da die Plätze begrenzt sind, haben wir beschlossen für das Barcamp Tickets anzubieten, die über Amiando käuflich erworben werden können. Da wir vier Organisatoren das Barcamp ehrenamtlich veranstalten müssen wir schaun, dass die Kosten für Catering, Räume etc. irgendwie wieder gedeckt werden können.

Doch uns war es wichtig, dass die Teilnehmer nur einen sehr kleinen Beitrag (10 EUR plus Amiando-Gebühren) zahlen sollen. Daher freuen wir uns, dass wir Sponsoren gefunden haben, die uns tatkräftig unterstützen und somit den Preis pro Ticket gering halten. Vielen Dank dafür an: frechverlag, Simply Stricken, DaWanda Deutschland, Edition Michael Fischer Verlag,  Coats GmbH und Innocent Smoothie. Und auch vielen Dank an unseren Materialsponsor Lana Grossa und die Unterstützung von Manomama.

YarnCamp 2013
15.09.2013
Haus des Buches / Frankfurt

Wir freuen uns auf Eure Teilnahme und hoffen, dass Ihr schon Ideen habt für tolle Diskussionen, Vorträge oder Euch auch einfach nur auf das Event freut.

Die Tickets findet Ihr auf Amiando oder hier:

Konferenz – Online Event Management mit Ticketing Lösung von amiando

World Wide Knit In Public Day Munich

Wie? Da gibt es einen extra Tag dafür? Das mache ich doch jeden Morgen…

Stricklehrgang

Stricklehrgang in der U-Bahn. Danke an Katharina für das Bild.

Einmal im Jahr wird der World Wide Knit In Pubkic Day gefeiert. In diesem Jahr sogar eine komplette Woche lang.
Manuel hat mir vor einiger Zeit erzählt, dass es diesen „Stricken In Der Öffentlichkeit Tag“ gibt und ich war gleich begeistert. Endlich einmal offiziell das machen was bei mir eh jeden Tag auf den Plan steht – im Zug stricken.

Diese Aktion gibt es bereits seit 2005 und wurde bislang weltweit an einem Tag organisiert. Meist laden irgendwelche local Stricker dazu ein im Park oder in einem Café zu stricken. Mir war das aber natürlich nicht genug. Die Überlegung war erst sich am Marienplatz in München zu treffen. Da das Wetter aber nicht stabil genug war musste eine bessere Lösung her: U- uns S-Bahn.

Ich suchte mir also eine schöne Route raus, lud auf Facebook, Ravelry, Google+ und Spontacts ein und hoffte auf rege Beteiligung.

Es meldeten sich bis zur Eröffnung der Mercerie auch nur ein paar Leute an. Doch ich wurde von vielen dort angesprochen, bzw. mir wurde das Event empfohlen bis ich meinte: „Ja, das organisiere ich“. Somit traf ich mich am vergangenen Sonntag dann auch mit 10 anderen Strickern und Strickerinnen und fuhr los. Jede Station sollte mindestens 15 Minuten lang dauern, damit sich das Herausholen der Nadeln auch lohnt. Unsere Route: Marienplatz – Moosach -Feldmoching – Innsbrucker Ring – Schwanthaler Höhe.

Zum Abschluss sind wir dann noch ins Café Marais gegangen und haben dort Kaffee, Kuchen, Rhabarberschorle und Panini genossen. Als Highlight sozusagen, denn das Marais war früher mal ein Kramerladen und hat das Inventar noch so gelassen. Genau das richtige Ambiente für die Mädels und Jungs. Für mich ein wirklich toller Tag, da ich wieder ein paar neue Stricker kennenlernen durfte, Mareike das Stricken beigebracht habe, zwei weitere Kerle dabei waren und wir wirklich viel Spaß hatten. Schön war es auch, dass Katharina vom Edition Fischer Verlag mit dabei war, denn so konnte auch sie sich weiter mit anderen Strickerinnen vernetzen. Einen Blogbeitrag zu dem Event hat sie dann auch gleich verfasst. Ich merke schon: ich sollte Strick-Community Manager werde…

Als Organisator muss ich mir nur nächstes Mal vornehmen die Gruppe mehr zu führen und selber weniger zu stricken. Wer sich als „Strick-Lehrer“ für die neuen Stricker anbieten möchte  ist herzlich willkommen.

Auf Google+ findet Ihr ein kleines Album vom Tag. Sobald ich neue Bilder erhalte packe ich sie da natürlich umgehend rein. Mich würde interessieren, ob Ihr auch zu so einem Event gegangen seid/ diese Woche noch geht. Ab damit in die Kommentare!

Der #längstefanschalderwelt für den FC Bayern im Champions League Finale

Kaum poste ich in den Mixed Strickels, Dass der BR den längsten Fanschal der Welt stricken will werde ich glatt gefragt was es damit auf sich hat.

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Der FCB wird am 25. Mai 2013 in London gegen Borussia Dortmund antreten. Um „unsere“ Jungs zu unterstützen ist der Bayerische Rundfunk auf die Idee gekommen wie sich jeder Fan beteiligen kann: Stricken! Jeder Fan, ob Mann ob Frau soll bis zum 22.05. einen 30 cm breiten Schal stricken. Je länger desto schöner.

Der BR bittet darum diesen Schal dann direkt bei Bayern 3 einzusenden (BAYERN 3, Stichwort: Fan-Schal, Rundfunkplatz 1, 80335 München). Angenommen werden Schalstücke in den Farben rot, weiß und blau. Sobald diese Stücke dann fertig sind werden sie zusammengenäht und Philipp Lahm und seiner Mannschaft überreicht. Und das Schönste: man kann sogar eine Fanreise zum Spiel gewinnen. Die Bedingungen findet Ihr auf der Seite des Bayerischen Rundfunks.

Und wir wären keine männlichen Stricker, wenn wir uns nicht auch hinsetzen und die Nadeln schwingen lassen würden.

Deshalb treffen wir uns in München am Donnerstag, 16.05.2013 ab 19:00 zum Stricken im Lanaiolo.

Würde mich freuen, wenn Ihr kommt und in den Kommentaren oder bei Facebook bzw. Google+ zusagt. so wissen Katharina und ich gleich wie viele von Euch kommen. Wer keine Wolle hat kann diese selbstverständlich bei Katharina im Laden erwerben.

Wir freuen uns auf Euch!

Kann man Männer fürs Stricken begeistern?

Ich bin dank eines Tweets zufällig auf den Blogartikel von Julia gestoßen. Sie fragt sich, warum ihr Stricktreff nur so wenig Männer besuchen. Und ob man Männer vielleicht mit einer Strickmaschine oder mit coolen Strickanleitungen zum Stricken bringen kann. Die beste Antwort hat schon @Wollfaktor darauf gegeben:

So ganz pauschal kann ich das natürlich nicht beantworten, aber ich denke es hat viel mit dem Gedanken zu tun: Ich als Mann muss männlich sein. Mir persönlich ist es wirklich egal was meine Mit-Pendler in der Bahn über mich denken, aber der gemeine Durschschnittsmann ist da sicherlich anders gestrickt.

Ich vermute, dass viele Männer einfach etwas produzieren wollen. Ob das nun Laubsägearbeiten, Renovierungen im Haus oder eben Stricken ist – ist dabei völlig egal. Hauptsache man hat etwas fertiggestellt von dem man(n) überzeugt und sicherlich auch stolz ist.
Ich hatte schon viele Freunde und Kumpels und war immer wieder überrascht wie wenig diese eigentlich reden. Ich selber kann kaum mit Stille umgehen und denke mir bei einer Pause „Lutz, jetzt sag etwas, sonst langweilt er sich noch…“. Aber die meisten Männer scheinen so zu sein: sie schweigen still.

So ein Stricktreff ist natürlich (da meist von Frauen initiiert) etwas ganz unmännliches, wenn man mal in der Klischeedenke verharrt. Frauen wollen soziale Interaktionen, reden, sich austauschen. Auch wissen wir aus Studien, dass Frauen wesentlich kommunikativer sind als Männer. Bei den Stricktreffen, die ich bereits besucht habe ist mir eins gleich aufgefallen: es wird viel geredet – man tauscht sich aus – verbringt einen netten Abend/Nachmittag zusammen. Meist sind diese Treffen dann in tollen, schicken Cafés in denen Männer auch nicht freiwillig gehen würden. Ob sich da Männer wohl fühlen ist natürlich von Mann zu Mann verschieden. Ich mag das – andere nicht.

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Aus diesem Grund treffe ich mich (leider bislang nur in München) jeden letzten Donnerstag mit mehreren Männern zum Maleknitting Meetup in der Balan Trinkstube. Ich finde die Location sehr passend. Etwas trashig, mit nem alten Röhrenfernseher für die Fußballübertragungen und hier gibts auch nur Kaltgetränke und kein laktosefreien Milchkaffee mit Mandelsirup. Es wird fleißig gestrickt, ab und zu auch geredet – aber es stört niemanden wenn man mal 5 Minuten nur auf sein Strickwerk guckt und einfach mit sich und der Welt zufrieden ist. Einer meiner Jungs meinte sogar Mal, dass er froh ist, dass keine Frau dabei sei. Zum einen muss man sich ja auch erst mal daran gewöhnen in der Öffentlichkeit zu stricken (und so ein Outing geht unter Gleichgesinnten einfach leichter), zum anderen kann man so auch mal über Themen reden, die Frauen nicht interessieren.

Ich denke also, dass es schon genügend Männer gibt die stricken – nur ist die Dunkelziffer bei Männern sicherlich erheblich größer als bei Frauen. Ach und ja: Änfänger, die das Stricken gerne erlernen wollen sind herzlich zu den Maleknitting Meetups eingeladen.

 

Stammtisch: Lange Stricknacht in München

„Da hast aber nochmal Glück gehabt! Zwei Plätze hab ich noch frei, nachdem heute eine abgesagt hat!“ schallt es aus meinem Telefonhörer. Somit sage ich Katharina, der Besitzerin des Strickcafés Lanaiolo, zu und freue mich auf einen schönen Strickabend in geselliger Runde.

Konzentriert im Lanaiolo

Konzentriert im Lanaiolo

So mache ich mich nach der Arbeit auf und fahre in die Rosenheimer Straße nach München. Ich betrete den Laden – gefühlt lassen alle die Stricknadeln fallen und rufen „Ein Mann!“. Das mag in echt vielleicht ein wenig anders gewesen sein – die Erinnerung, die sich da bei mir festgemacht hat scheint mir aber durchaus witziger… Doch ich soll nicht der einzige männliche Stricker am Abend werden. Auch Andreas und Tor gesellen sich nach einiger Zeit zur heiteren Strickrunde dazu.

Es wird viel gelacht und gut gegessen. Denn: Katharina Ritter bereitet für alle ein wirklich leckeres Buffet zusammen und versucht hier möglichst viele regionale Produkte zu verwenden. Man schnappt sich einfach einen großen oder kleinen Teller, zahlt diesen und nimmt sich von den Köstlichkeiten soviel wie auf den Teller passen. Natürlich gibt es auch Getränke dazu und schon muss man aufpassen sein Projekt nicht vollzukleckern. Aber das kann ja auch ein interessantes Muster ergeben.

Gefühlt findet die lange Stricknacht alle 3 bis 4 Wochen statt. Man sollte allerdings rechtzeitig einen Platz reservieren, denn meist sind die Plätze schon eine Woche vor der Veranstaltung bereits vergeben. Besonders gut gefällt mir, dass hier viele verschiedene Niveaus anzutreffen sind. Anfänger, Fortgeschrittene und Profis tauschen sich aus, haben Spaß miteinander und bestaunen die Projekte der anderen. Das Lachen kommt hier auch nicht zu kurz, denn hier im eigenen Strickcafé ist man unter sich und stört niemanden, wenn es mal lauter wird beim Kichern. Und wenn einem mal die Wolle ausgeht oder man die passende Nadel vergessen hat: kein Problem – bei Lanaiolo kann man während der Stricknacht alles auch vor Ort noch kaufen. Die neusten Termine können auf der Homepage von Lanaiolo eingesehen werden – Treffpunkt selber ist das Strickcafé in der Rosenheimer Straße 92 a in München.