Ein gestricktes Bündchen für einen Socken

Tatortsocken – eine never ending Story

Kennt Ihr das? Da hat man Sonntags gelesen, ist gewandert, liegt einfach nur faul im Garten und schon ist es abends, man muss kochen und genießt das Essen.

In der Regel geht es für mich danach auf die Couch. An Tatortsonntagen dann eben Tatort – an anderen Sonntagen Netflix. Man will seinen Horizont ja serientechnisch erweitern.

Ein Knäul Austermann Wolle liegt links von einem fertig gestrickten Socken

Meine aktuellsten Tatortsocken

Da ich rechte (und linke) Maschen vor dem Fernseher auch sehr gut blind stricken kann, brauche ich also Projekte, die sich schnell und einfach realisieren lassen. In meinem Fall also Socken. (Dabei sei mal eben kurz erwähnt, dass ich früher KEIN Fan vom Sockenstricken war.)

Da sitze ich also, schlage die Maschen an, stricke mir mein Bündchen, wechsel zu rechten Maschen und konzentriere mich (nahezu) voll und ganz auf den Bildschirm.

Doch ab und zu braucht so ein Socken dann doch ein wenig Konzentration. Das ist bei der Ferse und der Spitze immer der Fall. Zumindest, wenn ich Socken stricke. Da höre ich dann auf und gucke weiter.

An sich ist das ja kein Ding, einfach am nächsten Tag dann weiterstricken und gut ist. Aber irgendwie tickt der Lutz hier anders. Ich weiß auch nicht. Ich vergesse das wieder, gehe arbeiten, komme nach Hause und schon ist die nächste Woche rum. Der Sonntag steht an und ich denke mir: oh Tatort – da muss ich stricken. Aber ich hab die Ferse ja noch nicht fertig. Na gut – fang‘ ich halt das nächste Paar an.

Ein fataler Fehler!
Denn mit dieser Method habe ich nun ganze 7 Paar angefangene Socken hier liegen. SIEBEN!

Das ist mir gar nicht so aufgefallen, da ich die in Projektbeuteln in einem Karton verstaue (mit einigen anderen UFOs zusammen).

Ein bunter Weidenkorb voller unfertig gestrickter Socken

Nun gab es bei NORMA zum Glück einen kleinen Korb, den ich in einen „Unfertige Tatort-Socken“ Korb umgewandelt habe. Hier liegen meine unfertigen Socken, die ich ohne große Konzentration weiterstricken kann. Alle anderen, also diejenigen die noch Ferse oder Spitze brauchen, sind auf meinem Schreibtisch und müssen von mir fertiggestellt werden.

Mal gucken, wie lange ich dieses System aufrechterhalten kann.

6 Gedanken zu „Tatortsocken – eine never ending Story

  1. annette sagt:

    ….so ein schönes körchen….bin heute gleich losgezogen, um zu schauen, ob es dan bei uns auch gibt…leider nicht…..in deinem körchen ist es bestimmt richtig dolle bunt……schön, es darf kalt werden, wenn du alle socken fertig hast…
    lg
    annette

  2. Nicole sagt:

    Die Idee mit so einem Korb hatte ich auch mal 🙂 Ich will dich ja nicht desillusionieren, aber… sagen wir es mal so: der Trend geht zum Zweitkorb. Allerdings sind es bei mir seltener Socken, nach genügend Strickpraxis über die Jahre kann ich Fersen und Spitzen auch schon einigermaßen blind. Schön, dass Du wieder bloggst, und wir sehen uns dann am Wochenende 🙂 (sprechen ja vielleicht auch)

  3. Ricarda Zensen sagt:

    Da ist der Lutz aber nicht der einzige, der anders tickt…..Auch bei mir gibt es zahlreiche UFO-Socken, die ich jetzt zu Tatortsocken umfunktioniert habe. Was für eine witzige Idee!!! Der Facebook-Gruppe „tatortstricker“ bin ich auch sofort beigetreten. Es ist doch echt schön zu sehen, dass man mit seinem Anders-Ticken nicht allein ist….also dann…bis zum nächsten Tatort!!! 😀

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.